Francesc Ferrer – Philosoph
Die moderne Schule stirbt nicht mit mir!
Geboren in einem stark katholisch geprägten Umfeld, entwickelte sich früh eine Apathie der religiösen Unterdrückungskraft. Der freie Gedanke muss formuliert und gefördert werden. Nur in den Gedanken der Freimaurer habe ich die Überzeugunskraft gefunden, die meiner Seele den Feuerfunken der modernen Schule entfacht hat. Gewurzelt hat das im Drängen einer reformatorischen Notwendigkeit in unserem Zeitalter, der Befreiung von politischen Kräften, die dem ganzen nur Zwänge auferlegt. Lasst uns reformieren!So habe ich nach dem missglückten Versuch der Unterstützung vom Ausruf der Republik, die Zeit des Exils überstanden und mich engagiert und mit Herzblut neu in die Gründung einer Reformschule eingesetzt. Sind wir nicht alle unterdrückt? Sind wir nicht freie Individuen die keine Hierachie brauchen? Wer braucht einen König ? Sind wir nicht unsere eigenen Könige? Getrieben vom Geist der Unabhängigkeit bestrebte ich das beste für das Volk. Doch sie warfen mir vor König Alfons XII aus schlechten Motiven zu stürzen, so verstehen sie doch ihre eigene Unfreiheit nicht. Sogar meine Schule haben sie mir geschlossen und mich erneut mit Gefangeschaft isoliert. Doch der Geist der Freiheit lässt sich nicht unterdrücken und ich werde mich nicht knechten der unterdrückenden Herrschaft. Ich bin frei und werde frei sein. Ich werde nicht aufgeben und diesen radikalen Republikanern, dass lehren was sie selbst nicht verstehen. Und wenn es mich alles kostet, so werde ich dem ununterdrückbarem Ruf der Freiheit nicht zuwiderlaufen. Vielleicht nehmen sie mir mein Leben, aber die moderne Schule stirbt nicht mir.
Geschrieben im Anblick des Todes, Francesc Ferrer 13. Oktober 1909, Barcelona
In diesen Zeilen offenbarte sich mir der Poet Alfred fuerst dichter und philosoph. Seine klaren Worte schafften Neugier auf mehr. Bis dato ein mir Unbekannter, formte sich eine Entschlossenheit einen Einblick in sein Werk und Leben zu erhalten.